Caritas Bern und katholische Landeskirche kritisieren Kürzungspläne in der Sozialhilfe

03.07.2017
Der bernische Regierungsrat hat heute seinen Revisionsvorschlag des kantonalen Sozialhilfegesetzes präsentiert. Demnach soll der Grundbedarf der Sozialhilfebeziehenden um bis zu 10 Prozent gekürzt werden. Caritas Bern und die Röm.-kath. Landeskirche des Kantons Bern kritisieren den Vorschlag als kontraproduktiv und rufen den Grossen Rat zu Korrekturen auf.
Caritas Bern und die Römisch-katholische Landeskirche sind überzeugt, dass sich die beabsichtigen Kürzungen negativ auf die gesellschaftliche und berufliche Integration von Sozialhilfebeziehenden auswirken werden. Die Herausforderungen in der Sozialhilfe liegen nicht in zu hohen Ansätzen oder fehlenden Sanktionsmöglichkeiten begründet, sondern bei den strukturellen Problemen des Arbeitsmarkts. Dieser bietet schlicht zu wenig Stellen für Personen, die aus verschiedensten Gründen erschwerten Zugang zum Arbeitsmarkt haben.

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