Fachstelle Wohnen: Eine geschätzte Partnerin von Gemeinden und Liegenschaftsverwaltungen

9. Oktober 2018

Seit 15 Jahren vermittelt die Fachstelle Wohnen der Caritas Bern Wohnraum an anerkannte Flüchtlinge und trägt damit direkt zum guten Zusammenleben in den Gemeinden bei. Die Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich Wohnen dürfte auch in den nächsten Jahren hoch bleiben.
2003 als Wohnprojekt zur Unterstützung von Sozialarbeitenden mehrerer Hilfswerke gegründet, hat die Fachstelle Wohnen ihr Angebot in den letzten 15 Jahren laufend weiterentwickelt. Die Vermittlungsstrukturen wurden professionalisiert und das Beziehungsnetz zu Liegenschaftsverwaltungen ausgebaut. Inzwischen vermittelt die Fachstelle Wohnen pro Jahr rund 300 Wohnungen an anerkannte Flüchtlinge im Kanton Bern, führt eine vergleichbare Anzahl an Hausbesuchen im Rahmen von Wohnbegleitungen durch, bietet Konfliktberatungen an, realisiert  Kurse zum Thema «Wohnen in der Schweiz» und Infoveranstaltungen zur Wohnungssuche.

Beitrag zum interkulturellen Zusammenleben in den Gemeinden

Mit ihrem Angebot vermittelt die Fachstelle Wohnen den Flüchtlingen die notwendigen Kompetenzen zum erfolgreichen Wohnen in der Schweiz und beugt so Konflikten mit Mitbewohner/innen oder Vermietenden vor. Mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung im Umgang mit Flüchtlingen und ihrem interkulturellen Verständnis hat sie sich in den zurückliegenden Jahren zu einer geschätzten Partnerin vieler Berner Gemeinden und Liegenschaftsverwaltungen entwickelt. Mit ihrem Beitrag zur Wohnintegration der Flüchtlinge trägt sie direkt zum guten Zusammenleben in den Gemeinden bei. Eine zufriedenstellende Wohnsituation wiederum wirkt sich positiv auf den gesamten Integrationsprozess aus. Eine solche verschafft Stabilität und Sicherheit und erlaubt es den Flüchtlingen, ihre Ressourcen auf andere wichtige Themen wie die berufliche Integration zu konzentrieren.
 
Auch künftig hoher Bedarf an Wohndienstleistungen

Caritas Bern ist überzeugt, dass angesichts der grossen Anzahl Flüchtlinge, welche die Berner Gemeinden in den nächsten Jahren zu integrieren haben, Angebote im Bereich Wohnen weiterhin gefragt sein werden. Insbesondere die Nachfrage nach Vermittlung von Wohnkompetenzen und -begleitungen dürfte hoch bleiben. Dienstleistungen im Bereich Wohnen dürften in Zukunft nicht nur von Flüchtlingen nachgefragt werden, sondern auch von anderen gesellschaftlichen Gruppierungen mit einem erschwerten Zugang zum Wohnungsmarkt. Hierzu zählen insbesondere Menschen mit beschränkten finanziellen Möglichkeiten, aber auch ältere Personen.

Für weitere Auskünfte
 
  • Judith Ledezma, Co-Leiterin Fachstelle Wohnen, Tel. 031 378 60 05
  • Andreas Zürcher, Co-Leiter Fachstelle Wohnen, Tel. 031 378 60 78